Mutterkühe

Im Winter 2013/2014 haben wir mit dem Bau unseres neuen Viehstalls einen wichtigen Schritt gemacht: Die Milchproduktion, die früher auf unserem Betrieb eine große Rolle spielte, haben wir eingestellt. Damit unsere Rinder aber weiterhin bei uns bleiben können, haben wir auf die Fleischproduktion umgestellt.

Der neue Stall bietet Platz für 24 Kühe und ihre Kälber. Dabei haben wir besonders auf viel Platz und Komfort geachtet – weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Unsere Tiere sind zudem in den Bundesprogrammen BTS und RAUS angemeldet, was für ihr Wohlbefinden und eine nachhaltige Haltung sorgt.

 

BTS = Besonders Tierfreundliche Haltung. Die Tiere können sich zu jeder Zeit frei im Stall bewegen.

RAUS = Regelmässiger Auslauf im Freien.

 „Unsere Tiere können jederzeit nach draußen – auf die Weide oder in den Laufhof. So sorgen wir dafür, dass sie sich frei bewegen und ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können. Mindestens drei Mal pro Woche genießen sie diese Auslaufmöglichkeiten.“

Unser Stall ist mit rund 15 Kühen und Kälbern belegt. Saisonal mieten wir einen Stier, der für den Nachwuchs sorgt. Sobald eine Kuh ihr Kalb zur Welt bringt, werden Mutter und Junges für etwa eine Woche in der Abkalbe-Box vom Rest der Herde getrennt. So kann das Kalb in Ruhe die ersten Schritte machen und bei seiner Mutter trinken.

Die Mutter und das Kalb bleiben zehn Monate lang zusammen. Anfangs ernährt sich das Kalb ausschließlich von Milch, nach ein bis zwei Monaten beginnt es zusätzlich, Heu, Silage und Gras zu fressen. In dieser Zeit wächst es zu einem kräftigen Tier heran. Nach genau zehn Monaten wird das Rind geschlachtet, und das Fleisch wird als Natura-Beef verkauft.

 

 

Während der Vegetationszeit von Frühling bis Herbst haben alle Tiere täglichen Weidegang. Morgens gehen sie auf die Weide und kehren abends in den Stall zurück. In den besonders warmen Wochen des Jahres (ca. Mitte Juni bis Ende August) bleiben die Tiere tagsüber im Stall und gehen nachts auf die Weide – so sind sie vor stechenden Insekten geschützt und können in Ruhe grasen.

Alle Tiere werden mit Gras, Grassilage und Heu gefüttert. Zusätzlich erhalten sie Viehsalz und Mineralsalze. Auf Kraftfutter wird vollständig verzichtet.

Auf unserem Hof halten wir Kühe der Rasse Simmentaler – sowohl braune Tiere als auch Kreuzungen. Sie sind robust gebaut und verfügen über einen ausgeprägten Muttersinn. Als Zweinutzungsrasse wurden sie gezüchtet, um sowohl viel Milch zu geben als auch hochwertiges Fleisch zu liefern. Die Milch ist besonders wichtig für das Kalb, damit es von Anfang an gut wächst, während die fleischbetonten Eigenschaften der Simmentaler für kräftige Tiere sorgen.

Um diese positiven Eigenschaften zu verbinden, werden unsere Kühe mit einem fleischbetonten Limousin-Stier gedeckt.